Kreolischer Gericht Jambalaya

Cajun Gewürz

Ein Teller voll Bayou – das Cajun-Gewürz in der Küche

Seit vielen Jahren übt die Kultur der Cajuns eine geradezu magische Faszination auf Menschen in der ganzen Welt aus. Inspiriert vom schwülen Klima und der üppigen Vegetation der Bayous ist dort ein eigenes Lebensgefühl entstanden, eine eigene Kultur und eine eigene Art zu kochen. Die deftige, rustikale Küche der Cajuns vereint Elemente der traditionellen Südstaatenküchen mit der kreolischen Küche Louisianas mit einem ganz eigenen Kochstil.

Ein Blick in die Cajun-Küche

Typisch für die Cajun-Küche sind Gerichte wie Gumbo und Jambalaya. Gumbos stehen in der Cajun-Küche stunden- manchmal sogar tagelkang auf dem Herd, um ihrer Vollendung entgegen zu simmern. Meist sind Okraschoten, Schalentiere und verschiedene Sorten Fleisch in diesem Eintopf ethalten, der durch eine dunkle Mehlschwitze, die Roux, seinen typischen Geschmack bekommt.

Auch Jambalaya ist ein Eintopfgericht, in dem Fleisch und Fisch vereint werden, jedoch dient hier Reis als Basis, so dass Jambalaya der spanischen Paella ähnelt. Gumbo und Jambalaya haben zwei Dinge gemeinsam: Sie enthalten die „Heilige Dreieinigkeit“ (Holy Trinity) der Cajun-Küche, die aus Zwiebeln, grünen Paprikaschoten und Staudensellerie besteht. Und sie werden mit Cajun-Gewürz gewürzt.

Die „Dreifaltigkeit“ der einzelnen Gewürze

Cajun Gewürz ist das Leitmotiv der Cajun-Küche. Es handelt sich um eine Mischung aus Gewürzen, die man eigentlich in jedem Küchenschrank findet: Thymian, Oregano, Paprikapulver, Zwiebel, Knoblauch und Cayennepfeffer gehören unter anderem hinein. Am Kreuzkümmel scheiden sich die Geister, die in den alten Plantagen spuken: Die einen lehnen ihn ab, die anderen fordern vehement seine Teilnahme in dieser Gewürzmischung. Wie bei allen Küchenstreitereien handelt es sich hier um eine Geschmacksfrage. Und die lässt sich beim Cajun-Gewürz – ob mit oder ohne Kreuzkümmel – mit zwei Worten beantworten: einmalig und unverwechselbar.

Ähnlich wie bei einer Weinverkostung lässt sich dieses Geschmackserlebnis in drei Phasen einteilen: Als erstes nimmt man das typische Aroma der Mischung wahr, den Zusammenklang von Kräutern und Knoblauch. Am Gaumen kommen dann Zwiebel und Paprika dazu und der volle Geschmack dieser Gewürzmischung entfaltet sich, der vom „Nachbrenner“, der satten Schärfe des Cayennepfeffers noch einmal intensiviert wird. Wer diesen einmaligen Geschmack einmal kennen und schätzen gelernt hat, wird ihn immer wieder genießen wollen.

Cajun-Gewürz in der Küche

Am ehesten wird der Interessierte natürlich in der Cajun-Küche fündig. Neben den erwähnten „Nationalgerichten“ Gumbo und Jambalaya wird dort das Cajun-Gewürz in vielen Gerichten verwendet. Gern würzt man damit zum Beispiel den Dirty Rice, eine andere Cajun-Spezialität, bei der es sich um aromatischen, mit Hühnerklein gekochten Reis handelt, zu dem Würstchen oder auch Schweinekotelettes gereicht werden. Eine wichtige Rolle spielt das Gewürz auch bei der Zubereitung von Tasso, einem heißgeräucherten Schinken aus der Schweineschulter. Tasso seinerseits wird nicht nur „solo“ gegessen, sondern häufig als eine Art Gewürz in Stews, Eintöpfen, Saucenansätzen, Fonds und Brühen („Stocks“) verwendet. Und wo Tasso drin ist, ist natürlich auch das Cajun-Gewürz mit dabei.

Doch die Freunde dieser Würzmischung müssen sich natürlich nicht auf die Cajun-Küche beschränken. Mit ein wenig Experimentierfreude findet man viele Gerichte, die man mit dieser Würzmischung abrunden oder vollkommen neu interpretieren kann. Warum nicht mal ein Chili oder ein Gulasch damit ansetzen? Ein mit dieser Mischung eingeriebenes Hähnchen, gegrillt oder im Backofen saftig gebraten, schmeckt köstlich. Eine mit diesem Gewürz abgerundete Tomatensauce passt nicht nur zu gegrilltem Fleisch oder Fisch sondern auch zu Pasta. Kartoffelspalten, mit Cajun-Gewürz eingerieben und im Ofen gebacken, schmecken köstlich, aber damit wären wir ja schon wieder bei den „Cajun-Fries“ der Südstaatenküche.

Bei Experimenten sollte man sich genau überlegen, wann man die Gewürzmischung zum Gericht gibt. Gewürze verändern sich, je länger sie in einem Gericht mitschmoren, was insbesondere das Paprikapulver anbelangt, dass ja auch im Cajun-Gewürz enthalten ist. Was für das Paprika-Pulver gilt, gilt demzufolge auch für die Paprika enthaltende Würzmischung: Je später man es zu einem Gericht gibt, desto mehr behält es seine geschmackliche Frische und seinen Charakter. Je länger man das Gewürz mitschmoren lässt, desto mehr verbindet es sich mit den anderen Aromen des Gerichts. Ein guter Kompromiss ist es, das Gewürz am Anfang zu einem Schmorgericht zuzugeben und kurz vor dem Servieren mit einer neuen Prise den Geschmack „aufzufrischen“.

Natürlich können Sie Cajun-Gewürz auch mit anderen Gewürzen kombinieren. Solange es aromatische Kräuter und Gewürze sind, die sich gegen diese aromastarke Würzmischung behaupten können. Der zarte Kerbel beispielsweise eignet sich weniger, Aroma-Riesen wie Koriander, Ingwer oder Kardamom sind bestens geeignet.

Worauf Sie beim Einkaufen achten sollten

Beim Einkauf vertraut man am besten dem Fachhandel. In den Tütchen von guten Freunden oder fliegenden Händlern ist möglicherweise Cajun-Gewürz, möglicherweise aber auch vieles andere, was nicht hineingehört. Bei im Fachhandel professionell vermarkteten Gewürzen können Sie anhand des Etiketts kontrollieren, was drin ist und was nicht. Das könnte wichtig werden, wenn Sie zum Beispiel eine Mischung ohne Kreuzkümmel erwerben möchten.

Außerdem spielt das Mindesthaltbarkeitsdatum beim Kauf eine Rolle: Die Aromen von Gewürzen werden mit der Zeit schwächer, Gewürzmischungen können sogar komplett ihren Charakter verändern. Greifen Sie daher zu einem möglichst frischen Cajun-Gewürz, und brauchen Sie es möglichst schnell auf, um in den vollen Genuss seines Aromas zu kommen. Das sollte Ihnen angesichts der Vielzahl seiner kulinarischen Möglichkeiten nicht schwerfallen!

Cajun-Gewürzmischungen online kaufen

Natürlich kann es vorkommen, dass Ihnen gelegentlich die Zeit oder einfach die Lust fehlt, Ihr Cajun-Gewürz selbst zuzubereiten. In einem solchen Fall können Sie bedenkenlos zu fertig im Handel angebotenen Gewürzmischungen greifen. Die Auswahl ist groß, am Besten greifen Sie zum Angebot einer renommierten Firma. Allerdings sollten Sie vor dem Kauf gründlich die Zutatenliste studieren. Überprüfen Sie, ob tatsächlich alle benötigten Gewürze enthalten sind. Und entscheiden Sie sich für eine Variante mit Kreuzkümmel oder dagegen.

Besonders einfach macht es Ihnen – wieder einmal – der Onlinehandel. Da müssen Sie nicht mikroskopisch kleingedruckte Zutatenlisten entziffern, sondern können sich die Liste ganz entspannt im Browser vergrößert anzeigen lassen. Sie werden zum Wunschtermin beliefert und sehen auf einen Blick, ob ihre Wunschsorte(n) Cajun-Gewürz vorrätig sind oder nicht. Auch auf die Frische der Produkte können Sie sich hier verlassen: Statt unnützes Kapital in Lagerlogistik zu investieren setzen viele Online-Händler darauf, den Kunden schnell, frisch und „just in time“ zu beliefern.

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  • Für die französisch inspirierte Cajun-Küche aus den Südstaaten der USA
  • Für Grill- und Pfannengerichte
  • Vor dem Grillen oder Braten würzen
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Titelbild: © Sergii Koval – 123rf.com